Mit seinen rund 397.000 Einwohnern ist Palma de Mallorca die größte Stadt der Balearen und wartet zugleich mit einem breiten Spektrum an historischen, kulturellen und kulinarischen Besonderheiten auf. Im gut erhaltenen Ortskern finden sich noch einige Spuren der vom 10. bis ins 13. Jahrhundert andauernden arabischen Herrschaft. Der Almudaina-Palast zum Beispiel, der sich direkt neben der gewaltigen Kathedrale La Seu befindet, wurde 1309 nach der Reconquista auf den Grundmauern einer arabischen Festung errichtet, heute residiert hier die spanische Königsfamilie bei ihren Inselbesuchen. Sehenswert sind auch die Banys Àrabs, die arabischen Bäder aus dem 10. Jahrhundert. Die überdachte Anlage mit dem entzückenden Garten bildet einen Ruhepol in der sonst so lebendigen Stadt. Auf keinen Fall sollten Sie sich auch die zahlreichen historischen Gebäude mit den typisch mediterranen Innenhöfen entgehen lassen, die über die Altstadt verstreut sind. Einen weiteren Höhepunkt stellt das Castell de Bellver dar, von dem aus man einen herrlichen Panoramablick über die Bucht von Palma hat.

Als eines der bedeutendsten Museen Palmas kann das
Es Baluard Museum d´Art Modern I Contemporani, bezeichnet werden, das Werke von Künstlern wie Picasso, Dalí oder Matisse sowie eine interessante Sammlung von Gemälden der Balearen enthält. Auch das
Museu de Mallorca lädt mit seinen ausgewählten Exponaten zur Geschichte Mallorcas von der Frühzeit bis ins 18. Jahrhundert zum Staunen ein.
Doch Palma hat noch viel mehr zu bieten: im Mercat Olivar kann man nicht nur den Mallorquinern beim Einkaufen von frischem Fisch, Meeresfrüchten oder typisch spanischem jamón zuschauen, sondern sich auch in einer der vielen leckeren Tapas-Bars den Bauch vollschlagen. Die Strandpromenade Passeig Marítim eignet sich bestens für Spaziergänge und Radtouren, in der Carrer dels Apuntadors sorgt eine Vielzahl von Kneipen und Bars für ein äußerst pulsierendes Nachtleben.
Die Stadt mit der zweitgrößten Einwohnerzahl ist
Calvia im Westen Mallorcas. Während jedoch umliegende, kleinere Gemeinden wie
Ses Illetes, Palmanova oder
Peguera als Urlaubshochburgen gelten, bleibt die Gemeindehauptstadt bisher von großen Touristenströmen verschont. Dabei verfügt sie über eine Vielzahl von Sportanlagen, drei Jachthäfen, Kneipen, Restaurants und Diskotheken. Kulturell Interessierte werden sich an den zahlreichen alten Herrenhäusern und der Pfarrkirche
Sant Joan Baptista erfreuen, Naturliebhaber haben hier die Möglichkeit, sich z.B. in der Finca
Son Malero am Fuße des
Tramuntana-Gebirges einzuquartieren und von hier aus Wanderungen durch das wunderschöne Umland zu unternehmen.
Manacor im Osten Mallorcas hat sich vor allen Dingen als Einkaufsziel einen Namen gemacht. Die Herstellung von Kunstperlen spielt hier eine wichtige Rolle, dementsprechend finden sich hier unzählige Läden und Geschäfte, in denen Perlen verkauft werden. Empfehlenswert ist auf alle Fälle auch ein Besuch einer der vielen Produktionsstätten, in denen man Zeuge des interessanten Herstellungsverfahrens von Kunstperlen wird.
Was für
Manacor die Perlenindustrie, ist für
Inca im Norden der Insel die Herstellung von Lederwaren. In der Innenstadt reihen sich hier die Ledergeschäfte aneinander, weiter außerhalb hat man die Möglichkeit, in Fabrikverkaufshallen zu stöbern. Donnerstags präsentiert
Inca seinen Markt, eine Vielzahl von Ständen, an denen allerhand Waren erworben werden können. Und nicht zuletzt ist die Stadt für ihre urigen Weinkeller, die
Cellers, bekannt. Als der beste unter ihnen gilt
Can Amer.
Die flächenmäßig größte Gemeinde Mallorcas ist
Llucmajor am Fuße des
Puig de Randa. Im Zentrum der Stadt befindet sich die
Plaça d´Espanya, sehenswert ist auch die Pfarrkirche
Sant Miquel. Ein Denkmal für den mallorquinischen König
Jaume III erinnert an die aufregende Geschichte
Llucmajors: im Jahre 1349 schlug hier das Heer des aragonesischen Königs Pedro IV. die Truppen Jaumes, was das Ende der Unabhängigkeit Mallorcas bedeutete.